Mittwoch, 15. Februar 2017

Leistungssteigerung durch fleischfreie Ernährung?!

Ich weiß es ist ein Streitthema, Leute die Ernährung mit Fleisch bevorzugen werden mich verteufeln und diejenigen die darauf verzichten werden mir Recht geben. Ich habe ja schonmal einen Beitrag darüber geschrieben wie gut es mir selber tut auf Fleisch zu verzichten. Vor allem habe ich gemerkt das sich ein paar Allergien gebessert haben und ich mich allgemein fitter fühle. Ein weiterer Vorteil ist natürlich an der Fleischtheke im Supermarkt vorbeizugehen und die industrielle Fleischzucht nicht zu unterstützen. Wirklich ansehnlich sah dies ja noch nie aus und jeder sollte sich das nächste Mal überlegen was für ein Tierleid dahintersteckt.

Oft eckt man ja an wenn man darüber redet oder schreibt. Die einen sagen, die Tiere werden ja nur für diesen Zweck gezüchtet. Die anderen meinen es ist die größte "Schweinerei" die der Mensch der Tierheit antut. Ich bin der Meinung das man seine Fleischernährung überdenken sollte. Greift man beim Discounter zu oder doch lieber beim Bauern um die Ecke der sich etwas besser um seine Tiere kümmert. Wenn man nicht auf Fleischprodukte verzichten kann, warum reduziert man einfach nicht seinen Fleischkonsum und isst lieber 1-2 mal die Woche gutes Fleisch vom Bauern?!



Ich selber habe komplett darauf verzichtet und alle Bedenken die ich im Vorfeld hatte trafen nicht ein. Was wurde nicht gesagt! Ich würde schlapp werden, meine Zähne würden schlecht werden und meine Haare fallen aus. Da ich eh keine Haare mehr auf dem Kopf habe kann ich zumindest diesen Punkt nicht beurteilen;-)
Alles andere, blanker Unsinn! Wenn man sich mal überlegt was ich sportlich mittlerweile meistere mit einer vegetarischen Ernährung kann man gar nichts negatives feststellen.

Es ist übrigens immer noch so das wenn man selber von sich sagt das man Vegetarier ist die Leute immer noch dann anfangen zu sagen "Ich esse ja eigentlich gar nicht so viel Fleisch". Der Standardsatz schlechthin.
Dabei vergessen die meisten schon die Wurst zum Frühstück oder den Bifi-Snack für zwischendurch. Mittlerweile gibt es bei uns im REWE an der Kasse getrocknetes Fleisch als Snack. Bäh! Für mich sieht das immer noch so aus wie Hundefutter.



Vielleicht ist Peta manchmal etwas zu radikal, aber sie vertreten meine Meinung. Eine Seite die man sich mal anschauen muss und sich dann überlegt ob man weiterhin den Tieren so eine Qual antun muss. Eine weitere gute Internetseite ist foodwatch.

In meinem Fall trifft Leistungssteigerung durch fleischfreie Ernährung zu. Leider kann ich nicht nachweisen ob es auch so wäre wenn ich Fleisch essen würde, aber allein ein gutes Gewissen diese Produktion nicht mehr zu unterstützen kann ja schon positive Auswirkungen haben.
Viele Restaurants hätte ich nie kennengelernt die rein auf vegane oder vegetarische Ernährung setzen. Letztens waren wir in Nürnberg in 2 Läden die rein vegetarische Kost anbieten und diese Läden zählen mit zu den besten Restaurants in denen ich je war. Sogar unser Hund bekam kleine Leckerlies;-)


Montag, 30. Januar 2017

Mein erster Ultra - Rodgau50

Ich gebe es zu, mein Kopf ist sowas von leer! Ich habe ja darüber letztens geschrieben wie hoch die mentale Herausforderung bei so einem Lauf ist und das einem alle möglichen Gedanken durch den Kopf schießen. Nichts! Gar nichts! Die letzten 10km bei diesem Lauf war mein Kopf wie leergefegt. Ich bewegte mich wie in Trance und hatte das Gefühl die Zeit vergeht wie im Fluge.
In dem Moment begriff ich was es bedeutet einen Ultra zu laufen. Ob man jetzt 15-20 Minuten eher oder später ins Ziel kommt---total egal! In der letzten Runde nahm ich das Tempo komplett raus und genoss nochmal diese einzigartige familiäre Atmosphäre in Rodgau!


Am Abend davor trafen wir uns mit einigen Leuten vom Twitterlauftreff. Eine nette kleine Runde mit lauter verrückten Läufern;-)
Auch wenn die Nudelportion doch sparsam war, war es ein toller Abend und es tat mal richtig gut so richtig ausführlich über den Laufsport zu reden. Hier zuhause habe ich oft das Gefühl manchen damit zu nerven, so das ich das Thema oft gar nicht mehr anspreche. Freunde nicken nur noch mit dem Kopf oder schneiden plötzlich ein anderes Thema an. Schade....denn dies ist ja ein Teil der mich ausmacht und da fühle ich mich schon manchmal etwas komisch wenn sich mein Gegenüber so gar nicht damit anfreunden kann. Zum Glück gibt es diese Abende wo ich mich sehr wohl gefühlt habe. Man traf alte Gesichter und neue, zu den neuen gehörte auch sicherlich ich;-) Danke fürs Aufnehmen in die Twitterlauftreff-Familie!


Nach einer sehr kurzen Nacht ging es früh am Morgen Richtung Rodgau! Auf dem Thermometer standen -8 Grad, das wird eine kalte Geschichte. Sehr kalte! Zuerst ging es in die Halle, die Startunterlagen abholen. Man traf nochmal alle Gesichter vom Vorabend und so ging die Zeit bis zum Start sehr schnell rum. Der Startbereich lag 1km von der beheizten Turnhalle entfernt. Ich kann euch sagen, ich habe so stark gefroren. Das war fast schon unmenschlich.
Ich war sehr froh als endlich der Startschuß ertönte und es losging auf die 50km-Strecke. Diese Strecke teilte sich in 10x5km Runden auf. Somit mental auch ein sehr schwieriger Lauf.


Was macht Rodgau eigentlich aus? Die Strecke ist nicht besonders abwechslungsreich und von schön brauchen wir auch nicht zu reden. Aber die ganze Stimmung auf der Strecke macht dieses besondere aus. Als ein Läufer vor mir stürzte rannten gleich alle Läufer zu ihm hin und halfen ihn wieder auf die Beine und fragten ob alles in Ordnung ist. Auch für mich eine Schrecksekunde! Aber zum Glück ist nichts passiert und der gestürzte konnte weiterlaufen. Die selbe Situation erlebte ich schonmal bei einem Stadtmarathon und da liefen alle vorbei. Bis ich bei ihm war, war zum Glück damals schon der Sanitäter zur Stelle.
Es werden alle angefeuert und wenn man merkt da kämpft jemand mit sich hat man ein gutes Wort übrig und versucht Kraft zu geben.

Mit einigen bekannten Leuten klatschte ich unterdessen ab und freute mich auf einige bekannte Gesichter an der Strecke. Manche erkannte ich erst Runden später da jeder so dick angezogen war wegen den Temperaturen. Sascha vom Twitterlauftreff kam extra aus einer Entfernung von 160km angereist mit seinen 3 Kindern um beim anzufeuern zu helfen. Das ist wohl dieser besondere Spirit in Rodgau.
Katrin, Johannes, Sven um noch einige zu nennen standen an der Strecke und unterstützten somit jeden Läufer.


Die ersten paar Runden vergingen ziemlich schnell. Zwischen dem 15. - und dem 20. Kilometer hatte ich auf einmal Schmerzen in der Hüfte. Warum auch immer! Ich konnte in dieser Runde leider nicht so laufen wie ich konnte. Zum Glück gingen die Schmerzen so schnell wie sie kamen. Zur Halbzeit fühlte ich mich immer noch gut. Eine witzige Szene gab es: Ich überholte Nina, eine Läuferin aus dem Nachbardorf. Sie ging in diesem Moment und sagte zu mir: " Ich wollte mir vor dir eigentlich nicht die Blöße geben zu gehen" Ich sagte nur "Macht nix"....so ist es! Beim Ultra sind ja Gehpausen völlig normal. Nur die ganz verrückten rennen so etwas durch. Kompliment aber an Nina das sie so tapfer gekämpft hat und den Lauf auch noch beendet hat!

Ab Kilometer 36 wurden meine Beine so langsam müde. Ich merkte an meiner Pace das es jetzt so langsam bergab ging. Bei Kilometer 40 dachte ich mir....komm, nur noch 2 Runden. Irgendwann überholte ich Patrick alias Sportingmunich und sagte mir das er das Ding nicht durchlaufen konnte. Er hatte schon zu Beginn eine Wahnsinnspace drauf die ich nicht mithalten konnte. Vielleicht hätte ich ihn in diesem Moment in den Hintern treten müssen das es ja gar nicht mehr so weit ist. Aber mein Kopf war da schon so leer und ich konnte eigentlich an gar nichts mehr denken. Am Ende lief er eine sehr gute Marathonzeit!
1/3 aller Läufer schafft es nicht ins Ziel. Teils auch weil sich manche auch vornehmen nur eine bestimmte Distanz zu laufen. Deswegen finde ich diesen Lauf für Ultra-Laufanfänger gar nicht mal so verkehrt. Man kann jede 5km aussteigen und es ist überhaupt keine Schande vorher aufzuhören.

Die letzte Runde lief ich wie in Trance. Wirklich erinnern kann ich mich auch nicht mehr an diese Runde. Das linke Bein vor, das rechte Bein vor. Das war alles an das ich dachte. Ich glaube sogar das war so etwas wie ein Runners High. Ein Ultra-Runnershigh;-) Mir war alles egal. Die Zeit, die Distanz....alles total egal. Ein Megagefühl das ich vorher so noch nie hatte.




Am Ende bin ich mit meiner Zeit megazufrieden. Aber glücklicher bin ich über die Distanz die ich gelaufen bin auch auch geschafft habe. Vielleicht ist das einfach mein Ding. Mir macht das schnelle Laufen immer weniger Spaß, habe aber immer mehr Freude daran lange Distanzen zu laufen.
Jetzt sitze ich hier...2 Tage später und hätte schon wieder Lust meine Laufschuhe anzuziehen. Ich weiß das ist verrückt! Aber ich fühlte mich nach den Marathonrennen körperlich sehr am Ende, ein krasser Unterschied zu diesem Rennen. Mir taten zwar danach alle Muskeln weh und ich hatte Müde zum Parkplatz zu laufen, aber einen Tag später war eigentlich schon wieder alles in Ordnung. Ein leichter Muskelkater begleitet mich noch, das wars.


Vielen Dank an alle die vor Ort waren und die diesen Tag zu etwas ganz besonderen gemacht haben. Der Twitterlauftreff-Support war grandios und jeder Läufer hat sein bestmöglichstes gegeben. Alle Glückwünsche haben mich erreicht und ich habe mich über jeden einzelnen mehr als gefreut. Die, die sich nicht gemeldet haben--->Neid ist die größte Anerkennung die man bekommen kann;-) Vielen lieben Dank!



Zum Schluss möchte ich noch auf folgende Berichte verlinken vom Rodgau Wochenende, die es wert sind durchgelesen zu werden:

Der Bericht von Patrick-->Alles auf eine Karte, klassisch verzockt!

Der Bericht von Laufspatz-->Rodgau-Ultraschön!

Der Bericht von Foxletics-->Rodgau50.Äh, Rodgau45!

Der Bericht von Katrin die leider erkältet nicht starten konnte!

Der Bericht der Ultraschluppe-->Rodgau, mein Rodgau!

Falls ich jemanden vergessen habe, schreibt einfach euren Bericht in die Kommentare bitte:-)
Ich mache jetzt auf jedenfall eine kleinere Pause. Gehe mit dem Hund langsam laufen und begleite meine Frau bei neuentdeckten Laufwegen die ich ihr unbedingt mal zeigen möchte. Ab Ende Februar wird es dann wieder Ultra - der Rennsteig ruft:-)

Mittwoch, 25. Januar 2017

Es ist soweit - Ich laufe meinen ersten Ultra

Es gibt ja einige Leute mit Sicherheit hier die meinen Blog seit Anfang an verfolgen. Jetzt mal ehrlich, habt ihr gedacht das wir jetzt an diesem Punkt sind?!
Angefangen um übers Abnehmen zu schreiben und über meinen allerersten Marathon. Da hatte ich von nix eine Ahnung! Einfach ein bisschen laufen und ins Ziel kommen! Und jetzt sind wir hier - 6 Marathons später und ich schreibe darüber das ich diesen Samstag bei meinem ersten Lauf über diese 42 km starten werde. Genauer gesagt sind es 50km die ich laufen werde. Mein erster Ultra:-)



Ich habe ja schon oft Posts angefangen mit "Es ist soweit", egal ob es der Marathon in Frankfurt oder beim See Loch Ness waren. Alles besondere Läufe die ich nie vergessen werde und vielleicht auch irgendwann nochmal laufen werde. Aber dieses Wochenende ist mir sehr wichtig da es meiner Meinung nach schon etwas mehr braucht einen Ultra zu laufen. Nicht nur die körperliche Fitness muss stimmen, es ist auch eine Menge Kopfarbeit. Ich habe einige Kollegen die meinen "wie kannst du nur ohne Musik laufen", erstens ist es meistens gar nicht erlaubt bei den Wettkämpfen und zweitens kommen einem so viele Gedanken während des Rennens das man eh nicht auf die Musik achtet. So ging es bei meinem ersten Marathon wo ich dann bei Kilometer 30 die Ohrstöpsel aus meinen Ohren gezogen habe um mehr auf mich zu hören und konzentrierter zu sein. Damals habe ich mich noch die restlichen Kilometer gequält.
Heute laufe ich 40 Kilometer im Training schneller als damals und fühle mich danach jetzt auch nicht unbedingt schlecht. Müde, ja, aber nicht so das ich jetzt tagelang aussetzen müsste.

Der Kopf spielt eine ganz wichtige Rolle beim Ultralauf und ich bin gespannt wie das ablaufen wird wenn ich mal über meine bisherige Grenze der Marathondistanz gehe.
Über was denke ich? Nunja, eigentlich über alles....und das im Sekundentakt! Manchmal schaue ich auf meine Uhr und merke das schon 10km rum sind und war in dieser Zeit so in Gedanken vertieft das ich gar nicht so arg auf die Strecke geachtet habe. Geht euch das auch so?


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Insgesamt bleibt zu sagen das das Training für diesen Ultralauf mir einiges beigebracht hat. es gab ein oder 2 Wochen die mich an meine Grenzen gebracht haben, aber ansonsten lief alles etwas entspannter ab als ein Training für den Marathon. Vielleicht habe ich es auch etwas entspannter gesehen da ich ja keine neue Bestzeit laufen werde, sondern es nur um die Distanz geht. Man macht sich doch ordentlich viel mehr Druck wenn man vorhat eine neue Bestzeit zu laufen.
Manchmal habe ich Tempoläufe ausgelassen und bin lieber mit meiner Frau gelaufen, mal bin ich auch schneller gerannt wenn ich Lust drauf hatte. Wichtig waren immer die 40km-Läufe. Früher hätte ich jedem den Vogel gezeigt wenn ich mal wöchentlich solche Distanzen laufen würde. Wie man sieht, es geht!
Daher freue ich mich jetzt schon wenn ich mich auf den Rennsteig - Supermarathon Ende Mai vorbereite. Mir machen lange Distanzen viel mehr Spaß als stupides Tempolaufen. Das habe ich für mich entdeckt und ich denke nach dem Berlin-Marathon werde ich das nächste Ultra-Projekt in Angriff nehmen.


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Ich freue mich jetzt schon darauf am Freitag einige Leute vom Twitterlauftreff kennenzulernen und natürlich am Samstag topfit vor der Startlinie zu stehen. Die Wetterprognose für diesen Samstag scheint super zu werden und die Streckenbedingungen werden ideal sein. Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter und würde mich auch freuen wenn ein paar Leute kommen würden um alle Läufer anzufeuern!


Mittwoch, 18. Januar 2017

Erschwerte Bedingungen, Erkältung und der letzte lange Lauf

Ich habe mir ja schon im Vorfeld zum Rodgau Ultramarathon gedacht das es teilweise schwer sein wird sich im Dezember und Januar ernsthaft auf so eine Veranstaltung vorzubereiten. Ich bin nicht der Typ der bei einem Anzeichen von schlechtem Wetter ein Training ausfallen lässt oder aufs Laufband auszuweichen. Zum Laufband: Gelaufen wird draußen, ein Laufband gibt einem nie das Laufgefühl das man in der Natur bekommt.
Jetzt kam es dazu das wir letzte Woche einen ordentlichen Wintereinbruch hatten. Auch das hat mich nicht davon abgehalten meine Laufschuhe anzuziehen und raus zu gehen. Ich finde es gar nicht so verkehrt mal im Schnee zu laufen da dies nochmal eine ganz andere Herausforderung ist. Es ist viel schwerer für die Beine den normalen Laufstil den man hat zu laufen. Tempoläufe sind zwar grundsätzlich schwerer, aber mit Spikes an den Schuhen ist auch dies kein Problem.
Ein weiterer Vorteil des Laufens im Winter ist, das man einfach mal Zeit hat tolle Bilder zu machen. Es gibt doch fast nichts schöneres als Winterlandschaften.





Mein vorletzter langer Lauf war leider alles andere als gut. Zum ersten Mal seitdem ich Laufe musste ich abbrechen und mich geschlagen geben. Magenprobleme machten es mir unmöglich den Lauf zu beenden. Ich bin erst noch ein paar Kilometer weitergelaufen, aber als ich merkte das diese nicht weggingen bin ich total erschöpft stehengeblieben. Zum Glück habe ich bei den langen Läufen immer mein Handy dabei und meine Frau konnte mich abholen. Ein paar Tage später zeigte sich auch der Grund des Ganzen. Eine dicke Erkältung erwischte mich mit voller Wucht!
Somit stand eine Laufpause an und vollständige Erholung. Jetzt so kurz vor Rodgau gehe ich kein Risiko mehr ein und lasse lieber eine Trainingseinheit mehr ausfallen als dann komplett auszufallen.




Es stand der letzte ganz lange Lauf an. Es ist der Hammer wie sich die Wahrnehmung für die Distanzen verändert hat während des Trainings für den Ultramarathon. Da gehören 20km zu den kürzeren Distanzen und sogar 30km ist noch machbar ohne einen Ruhetag einzulegen. Für den letzten Lauf über 40km habe ich mir was besonderes einfallen lassen. Rodgau ist ja ein Rundenlauf - also laufe ich auch Runden. Und zwar genau 8 Stück um meinen Wohnort je 5km. Nach den ersten 3 Runden dachte ich mir schon "Ohje", genau das wollte ich mal erfahren welches Gefühl das ist. Es ist mental sehr anstrengend und ich kann mir jetzt schon besser vorstellen wie das in Rodgau ablaufen wird. Ich will gar nicht wissen was manche Nachbarn gedacht haben währenddessen ich ständig vorbeigelaufen bin;-)
Eine Frau im Auto  - sehr assi - hielt neben mir mit der Kippe im Mund und sagte doch zu mir ich solle nicht zu viel laufen, sonst werde ich noch dünner. Da hätte ich kontern müssen mit "Wenn man viel raucht bekommt man Lungenkrebs". Ist mir aber in dem Moment nicht eingefallen. Wenn die wüsste....

Gestern lief ich nochmal 35km. So am Ende eines Trainingsblocks geht sowas auch eher zäh und ich habe drei Kreuze gemacht als ich dann wieder zuhause war. Während des Laufs habe ich dann festgestellt das meine Trinkflasche undicht ist und somit hatte ich dann auch etwas weniger Wasser mit mir dabei. Diese Salomon Trinkflaschen scheinen echt anfällig zu sein. Ich hatte bei diesem Lauf wunderbares Winterwetter. Genauso stelle ich mir einen Lauf im Winter vor. Knackig kalt, aber mit viel Sonne.


Teilweise musste man sehr aufpassen da es immer noch glatt ist. Der Schnee verschwindet jetzt immer mehr und mehr. Daher glaube ich das Rodgau auch schneefrei bleiben wird.


Jetzt stehen nur noch ein paar wenige Läufe an die nicht mehr wie 15km lang sein werden. Ein paar Fahrtspiele werde ich einbauen um mein Tempo für Rodgau zu üben. Ich habe mir zwar eine Zeit vorgenommen, bin aber auch nicht traurig wenn es etwas langsamer wird. Beim Ultralauf kommt es nicht unbedingt auf die Zeit an, die Distanz ist die Herausforderung:-)

Montag, 9. Januar 2017

Neues Jahr - viel vor! Das wird mein Jahr 2017

Nach meinem letzten Marathon habe ich mein nächstes Laufjahr geplant. Es ist nicht immer einfach alles unter einem Hut zu bekommen. Da ist die Familie die man nicht zu sehr nerven will mit seinen Laufabenteuern und die Arbeit. Daher ist es ganz schön wenn man seinen Urlaub mit Laufveranstaltungen verbinden kann und alle etwas davon haben (Und ich mich danach ausruhen kann).

Fest eingeplant ist natürlich der 50-km Lauf in Rodgau am 28.1.2017. Das erste Highlight in diesem Jahr. Diese Veranstaltung wird stark wetterabhängig, falls Schnee liegt kann ich da nicht meine Zeitvorstellungen laufen. Das musste ich letzte Woche bitter erfahren. Es ist schon eine große Kraftanstrengung im Schnee zu laufen! Da heißt die Devise: Ins Ziel kommen!

 Bild von my.raceresult.com

Als zweite große Veranstaltung laufe ich den Rennsteig-Supermarathon im Mai! Nicht nur müssen 72km gelaufen werden, sondern auch knapp 1900 Höhenmeter. Das wird die große Herausforderung da ich sonst eher flache Strecken laufe. Mich aber schon die letzten paar Monate auch an Strecken gewöhne die etwas höher hinaus gehen. Was halt hier so in der Nähe zu finden ist.
Mittlerweile laufe ich die Strecken mit Höhenmeter lieber als "nur" am Main wo alles flach ist. Die Strecken sind nicht langweilig und man muss etwas mehr konzentriert sein wenn man durchs Feld rennt.
Auch dort ist mein Ziel: Ankommen! Nicht mehr und auch nicht weniger! Die Zeit ist mir erstmal völlig egal und ich freue mich auf ein paar Tage im Thüringer Wald da ich in dieser Ecke noch nie war.



Ich denke danach werde ich etwas Pause benötigen um dann den Berlin-Marathon zu rocken. Da habe ich mir wirklich viel vorgenommen in diesem Jahr und ich bin gespannt zu was mein Körper nach den ganzen vorherigen Rennen noch in der Lage ist.
Einer der größten Marathonrennen überhaupt und auch sehr spektakulär mit einer Mega-Kulisse! Das verspreche ich mir von Berlin und ich freue mich jetzt schon drauf dort laufen zu können. Die Lotterie habe ich erfolgreich geschafft und ich gebe dort alles was geht. Der Kurs schreit förmlich nach einer neuen Bestzeit!
Übrigens, ich liebe dieses Video und es macht mir große Vorfreude auf diesen Lauf:



Das ein oder andere Extra wird es sicherlich noch geben. Ein paar 10km-Wettkämpfe und auch 1 oder 2 Halbmarathonrennen. Ich habe mich aber noch nicht entschieden wo ich diese laufen werde. Gerne wäre ich den Halbmarathon in Frankfurt gelaufen, aber mein Trainingsplan für den Rennsteig lässt so ein Lauf wahrscheinlich nicht zu. Da bevorzuge ich andere Strecken die eher dem Rennsteig ähneln.

Im Moment trainiere ich für Rodgau und es läuft soweit alles nach Plan. Gestern bei meinem vorletzten langen Lauf hatte ich Magenprobleme und habe meinen Lauf nach 28km abgebrochen. Wenig Schlaf und indisches Essen am Tag davor taten da wahrscheinlich ihr übriges;-)
Ansonsten läuft es sehr gut und ich bin wie immer guter Dinge das alles LÄUFT!