Follow by Email

Dienstag, 27. September 2016

Der Loch Ness Marathon

Ich weiß diesmal gar nicht so recht wie ich diesen Beitrag anfangen soll. Ich habe soviel gesehen während des Rennens, zu viele Eindrücke gesammelt und es ist immer noch nicht richtig verarbeitet. Kurs gesagt, es war ein absolut toller Marathon---ach was sage ich, es war etwas ausergewöhnliches und ganz besonderes hier in Schottland laufen zu dürfen. Ein Marathon der so ganz anders war. Kaum Zuschauer, leere Gegenden. Es war oft sehr ruhig und man war mit sich selber allein. Ich kämpfte gegen mich selber und lief die Hügel hoch und runter. In Blickweite immer der Loch Ness See mit seinem schwarzem Wasser und ungewöhnlich hohen Wellen für einen See.


Zuerst wurde man frühs am Morgen mit dem Bus zum Ziel gebracht. Allein die Busfahrt war ein einziges Erlebnis. Die Landschaft veränderte sich blitzschnell als wir an dem See waren. Man sah teure Hotels und alte verfallene Burgruinen. Die Busfahrt dauerte ca. 1 Stunde und es war ziemlich ruhig im Bus. Man merkte doch das alle sehr nervös waren. Ich selber war auch sehr nervös und ich musste aufpassen nicht im Bus einzuschlafen;-) Marty, der Cousin meiner Frau saß neben mir und so verging die Zeit ziemlich schnell. Man kam sich in diesem Bus sehr wichtig vor, man wurde von der Polizei begleitet und es waren extra Straßen gesperrt für die Busse. Auch irgendwie ein eigenartiges Gefühl das dies extra für die ganzen Läufer gemacht wird. Und so fuhr die ganze Karawane Busse durchs Land und teilweise durch Straßen die dieses Wort nicht verdient haben. Das sind bei uns eher Radwege. Es ging am Ende immer höher und höher und ich dachte mir, oh mein Gott! Wir standen mitten in den Highlands, es war sehr stürmisch und es war nicht nur kalt! es war saukalt!



Gut das ich mir Extrakleidung angezogen habe, so war das halbwegs ertragbar bis zum Start. Das erste Ziel war erstmal die Toilette. Gut das wir in den ersten Bussen saßen, so war bei uns noch keine Wartezeit. Später zog die die Wartelinie zum Klo meterweit da ja jeder nochmal musste verständlicherweise.



Dann gings endlich los. Ich zog meine warme Kleidung aus, packte die in den Truck und bewegte mich zu meinem Startbereich. Das ich bis dahin nicht eingefroren bin war ein Wunder;-)
Es zog so dermaßen, aber das Gute war das der Wind von hinten kam---und das den ganzen Lauf lang!
Eine Dudelsackband zog durch alle Läufer und das war schon eine ganz besondere Atmospähre. Man stand hier mitten in den Highlands irgendwo im nirgendwo mit tausenden von Läufern und da kam eine Band die Dudelsack spielte. Es ging los! Der Countdown wurde runtergezäht. Jetzt gilts, 10 Wochen Vorbereitung für die nächsten 42,195 Kilometer.



Was für ein perfekter Start, ein Regenbogen zog sich über das ganze Feld! Ein ganz besonderer Moment und man musste aufpassen das einem die Tränen nicht kamen. Insgesamt war dies ein sehr emotionaler Marathon. Viele ruhige Momente und dort wo die Zuschauer waren, wurde lautstark jeder angefeuert. Bei den gesperrten Straßen hupten die Autos zur Anfeuerung und die Polizei hatte die Musik bis zur höchsten Stufe hochgedreht. Überall wo Menschen waren war eine Begeisterung spürbar für diesen Lauf. Ob es das kleine Cottage war wo die Kleinfamilie da stand oder das ganze Dorf. Ganz toll!

Die ersten 10km gingen recht schnell rum da sie fast nur bergab gingen. Ich versuchte mein geplantes Tempo trotzdem einzuhalten und ließ mich von allen anderen überholen. Jetzt bloß nicht zu viel Tempo machen. Ich wusste das mich am Ende noch ein paar richtig hässliche Hügel erwarteten. Als der Loch Ness See in Blick kam wurde es etwas flacher, trotzdem ging es die ganze Zeit hoch und runter. Dies war äußerst anstrengend und so etwas bin ich bis dato auch noch nie gelaufen. Ich habe zwar viele Hügelläufe gemacht, aber in dieser Form war das etwas absolut neues für mich.


Ich war mit einer Halbmarathonzeit von 1:38:30 sehr gut in der Zeit. Obwohl es schon ein paar Hügel gab habe ich bergab jede Menge Zeit wieder gut gemacht. Es war zwar Windstärke 7 gemeldet, aber der kam zum Glück die ganze Zeit von hinten. Leider machten sich erste kleine Wehwehchen bemerkbar. Mein kleiner Zeh wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen. Ab dem 13. Kilometer tat da irgendetwas weh. Ich überlegte schon anzuhalten und nachzuschauen, dachte mir aber dann das dies ja auch nichts bringt. Also war aushalten bis zum Ende angesagt. Meine Schulter schmerzte extrem, wahrscheinlich von dem eiskalten Wind der ständig von hinten bließ. Dann war es soweit. Kilometer 30! Der Berg auf den ich die ganze Zeit gewartet habe. Es ging bergauf und meine Beine wurden immer schwerer. Was für ein hartes Stück Arbeit da heraufzukommen. Ein paar Läufer gingen, ich hielt ein Tempo von ca. 5:50/km durch. Dann kam endlich das "erlösende" Schild und ein kleiner Hinweis darauf was als nächstes kam.


Es ging eine Zeitlang bergab um nochmal Luft zu holen für die letzten Kilometer. Es ging nochmal steil nach oben. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich meine vorher geplante Zeit verwerfen. Da ging nicht mehr viel und die Beine waren schwer wie Blei.
Endlich ging es in die Stadt von Inverness zurück. Nur noch 2 Kilometer bis zum Ziel. Nessie war in Sichtweite und man hörte schon die Musik vom Ziel. Was für eine grandiose Stimmung in der Innenstadt. Man wurde angefeuert ohne Ende und ich raste meinem 5. Marathon entgegen.


video


Mein 5. Marathon innerhalb von 2 Jahren. Ich lief mit einer Zeit von 3:20:13 ein. Über 3 Minuten besser als auf dem flachen Kurs in Hamburg. Was für ein tolles Gefühl! Mein 5. Marathon war auch gleichzeitig der schönste und etwas ganz besonderes. Ich kann wirklich jedem empfehlen hier mal teilzunehmen. Allein schon wegen der ganzen Landschaft lohnt sich dies.


Die Medaille wurde überreicht und man bekam sogar ein kleines Andenken in Form eines Laufshirts. Leider konnte ich die Party danach nicht wirklich genießen da mein Magen verrückt spielte und ich unglaublich müde war. Ich hatte das beste Essen vor mir stehen und konnte davon nichts anrühren. Ich bin immer wieder erstaunt über die Läufer die danach ganz normal etwas essen können, Respekt dafür;-)




Jetzt gilt es erstmal sich etwas auszuruhen. Ich bin extrem viel gelaufen die letzten paar Wochen und ich spüre heute - 2 Tage danach - immer noch Blei in den Beinen. Trotzdem geht es mir sehr gut und ich werde bis Samstag meine Laufschuhe im Schrank lassen. Ich denke am Sonntag werde ich das erste Mal wieder auf die Straße gehen und mal versuchen ein paar Kilometer zu laufen.

Als kleine Zugabe in diesem Jahr laufe ich ja noch den Frankfurt Marathon in 5 Wochen. Vor 2 Tagen dachte ich mir noch was für eine blöde Idee das war sich dort anzumelden. Jetzt habe ich mittlerweile richtig Bock auf diesen Lauf da mit Sicherheit keine Hügel dort sein werden und ich hoffe dort schnell laufen zu können:-)

Montag, 19. September 2016

Die letzten Infos zum Loch Ness Marathon

Endlich ist es bald soweit! In genau 6 Tagen laufe ich meinen insgesamt 5. Marathon. Die Vorbereitung lief sehr gut, ich bin zwei neue Bestzeiten im 10km Bereich gelaufen und bin eine neue Bestzeit auf der Halbmarathonstrecke gelaufen. Im strömenden Regen versteht sich. Man muss sich ja irgendwie an das schottische Wetter gewöhnen. Was das Wetter angeht sieht es ganz gut aus. Bisher sind ca. 16 Grad gemeldet und wolkig. Das wäre perfekt! Ich bin gespannt wie windig es da sein wird. Das wird wahrscheinlich die große Herausforderung werden.


Im Training bin ich extra auch für meine Verhältnisse viele Höhenmeter gelaufen. Dies hatte den weiteren Vorteil das dies mich auf der flachen Strecke etwas schneller gemacht hat. Auf die Idee hätte ich auch mal früher kommen können;-)
Ich freue mich schon wahnsinnig drauf unsere Freunde Marty und Jenn zu sehen die das Abenteuer auch auf sich nehmen. Ich bin auf die Stimmung dort gespannt und wie alles ablaufen wird. Da ist ja jedes Rennen anders. In Frankfurt ist es ein großes Event, in Hamburg ist überschwängliche Freude mit vielen Zuschauern und in Luxemburg war es ein einziges Fest. Ich glaube bei diesem Marathon wird es etwas ruhiger zugehen und es werden wahrscheinlich nur im Ziel Zuschauer sein.

Die Strecke



Wie man am Streckenprofil erkennen kann geht es erstmal lange Zeit bergab. Wer jetzt denkt das dies ja viel einfacher---falsch gedacht! Das kann ganz schön in die Beine gehen und wenn man nicht aufpasst und zu schnell losläuft fehlt einem am Ende die ganze Kraft. Am Ende des Rennens sind einige Steigungen zu bewältigen, das wird interessant und da werde ich mir bis dahin Kraft aufsparen.
Eine ungefähre Vorstellung habe ich was ich laufen möchte. Da aber ein Marathon immer eine Wundertüte ist und man nie wissen kann was passiert behalte ich meine Wunschzeit für mich. Lieber stecke ich meine Ziele nicht so hoch. Am Ende ist man sowieso nur froh ins Ziel gekommen zu sein, egal welche Zeit man erreicht hat. Es gibt ja immer noch Leute die sich denken....naja, wenn ich länger als eine bestimmte Zeit brauche starte ich erst gar nicht. Jeder ist ein Läufer, egal ob er mit 3 Stunden ins Ziel kommt oder mit 6 Stunden. Wer aber gar nicht startet weil er seine Zielzeit nicht schafft hat den Sport überhaupt nicht verstanden und diese Leute sind für mich keine großen Sportler.

Natürlich freue ich mich auf die Tage nach dem Marathon! Regeneration und das Land anschauen. Ich denke ich kann euch tolle Bilder zeigen danach. Ich werde eine ganze Woche lang nicht laufen gehen. Wenn es sich anbietet würde ich mich lieber aufs Rad setzen oder ein paar Runden schwimmen gehen. Danach geht es darum sich auf Frankfurt vorzubereiten. In relativ kurzer Zeit werde ich versuchen mich dafür wieder fit zu machen.

Live Tracking

Für alle die diesen Sonntag nichts besseres zu tun haben bieten die Veranstalter ein Live Tracking an. Da kann man mich während des Rennens verfolgen und schauen wo ich mich gerade befinde und welche Zeiten ich laufe. Den Link dazu kann man hier finden Live Tracking Loch Ness Marathon, meine Nummer ist die 288!

Zum Ende bleibt noch zu sagen, vielen Dank für die Unterstützung in der Trainingsphase. Vor allem, wie immer, an meine Frau die auch selber etwas Freizeit aufgibt um mich zu unterstützen und wegen mir im Regen steht und wartet bis ich fertig gelaufen bin. Du bist meine große Stütze und meine große Liebe!
Auch danke an die Crew von Twitter die mir mit Glückwünschen und ihren Anfeuerungen jede Menge Motivation gibt. Immer wieder schön das eigentlich "fremde" Leute sich mehr dafür interessieren als die eigene Familie die sich größtenteils kaum damit beschäftigt und mir oft gar nicht zuhört wenn ich anfange von meiner großen Leidenschaft zu erzählen.
Man liest sich wieder nächste Woche mit einem hoffentlich gutem Endergebnis:-)

Montag, 12. September 2016

Am Ende aller Kräfte, der letzte lange Lauf und Beginn des Taperings!

Letzten Sonntag stand der letzte lange Lauf an. Das letzte Mal über 30km! Das ist meiner Meinung nach der schwerste Lauf der ganzen Vorbereitung da man wirklich am Ende aller Kräfte ist. 8 Wochen lang ist man 6 tage die Woche gelaufen, in meinem Falle waren es fast 800km. Anscheinend blieb dies nicht so ganz ohne Folgen. Ich merkte schon den Tag darauf das sich meine Achilessehne bemerkbar machte. Da war alles nicht so wild und ich schenkte dem keine größere Beachtung.




Ich startete extra früh um 5:30 um der Sonne etwas zu entgehen. Also die Stirnlampe aufgezogen und los gings. Da merkte ich schon im Fuß das es ordentlich zwickte. Es ist eigentlich ganz schön wieder mal mit Stirnlampe zu laufen, habe aber das Gefühl das ich mir demnächst eine neue kaufen muss da mir die Helligkeit nicht ausreicht auf ganz dunklen Wegen oder wenn es in den Wald reingeht. Ich sehe zwar Umrisse vom Weg, aber ob da ein Schlagloch ist oder eine Wurzel im Weg ist kann ich nicht erkennen. Hat jemand von euch Tipps über eine gute Stirnlampe? Mein Favorit ist die Led Lenser H7 mit Akku. Mich nervt es sehr das ich immer Batterien wechseln muss.
Zurück zum Lauf. Es ging über die hessische Grenze nach Hainstadt. Dadurch das es so früh war, war keine Menschenseele unterwegs. Dafür gab es aber jede Menge Nebel;-)


Noch nie in meiner Marathonvorbereitung war der letzte 35km-Lauf gut. Es ging immer in die Hose und ich war danach mehr als enttäuscht. Diesmal war dies anders. Die Temposteigerung funktionierte und ich fühlte mich so fit wie noch nie am Ende einer Marathonvorbereitung. Zuhause wartete dann mein Hund, dem ist es nämlich egal wieviel ich gerannt bin und möchte selber raus;-)

Danach hatte ich Schmerzen im Knöchel. Geschwollen war er auch, daher wurde gekühlt und mit Schmerzcreme eingerieben. Am nächsten Tag wollte ich einen lockeren Lauf starten, musste ihn aber nach 400 Metern abbrechen. Da siegte dann doch die Vernunft, jetzt bloß nichts mehr riskieren vorm Marathon. Zum Glück bin ich in der Taperingphase und kann es mir auch mal erlauben einen Lauf ausfallen zu lassen.
Wer nicht weiß was Tapering bedeutet kann es hier nachlesen: Wikipedia Tapering
Kurz gesagt wird der Trainingsumfang reduziert und man kann eine noch größere Leistung erbringen nach dieser Zeit. Dies ist auch nötig, denn ein Marathon ist ja bekanntlich kein Spaziergang;-)

Wie geht es weiter

Jetzt wird reduziert! Weniger Läufe, weniger km! Am Donnerstag steht der letzte etwas härtere Lauf an mit 3x5000m Intervallen. Danach kann man das Training eigentlich für beendet erklären. Sonntag stehe nochmal 27km an, die aber kein Problem darstellen. Nächste Woche wird nochmal um 50% reduziert und dann wird pünktlich zum Marathontag alles rausgehauen:-)

Nächste Woche gibt es dann alle letzten Infos zum Loch Ness Marathon!

Dienstag, 6. September 2016

Der Halbmarathon in Florstadt - ein ganz besonderer Lauf!

Ich habe noch 3 km vor mir! es hat die ganze Zeit wie aus Kübeln gegossen und der Boden ist total aufgeweicht und rutschig. Es geht bergab und ich komme ins Rutschen....gerade so noch kann ich mein Gleichgewicht halten und rase über den Feldweg dem Ziel entgegen. Die letzten km sind wieder auf Asphalt, ich schaue nach hinten und ich werde von einem anderen Läufer verfolgt. Ich versuche mein Tempo zu steigern und bin bei einer Pace von 3:55min/km. Das Ziel ist zum Greifen nah, eine neue unfassbare Bestzeit ist möglich.


Natürlich musste es an diesem Tag regnen, klar! Das letzte Mal hatte es vor 2 Wochen geschüttet bei meinem letzten 10km Wettkampf. Logischerweise musste es ja auch zu meinem Halbmarathon auch regnen. Dabei war schlechtes Wetter erst ab nachmittag gemeldet und so war ich dann doch sehr überrascht als bei meiner Einlaufrunde es so richtig schön anfing nass zu werden. Ich habe ja nichts gegen ein bisschen Regen, aber das war schon ordentlich. Ich dachte mir in dem Moment "ohje, jetzt gehts ja gleich in den rutschigen Wald". Ich überdachte meine Schuhwahl und entschied mich dagegen Trailschuhe anzuziehen. Die sind nichts für schnelle Wettkämpfe und somit blieb ich bei meinen altbewährten Boston Boost. Die sind zwar nicht wasserdicht, aber das war mir in dem Moment egal.


Unterstützt wurde ich wieder von meiner Frau und unserem neuen Hund, den der Regen wahrscheinlich am wenigsten ausgemacht hat.










Es fing dann nochmal 5 Minuten vorm Start nochmal etwas stärker an zu regnen. Kaum jemand wollte an die Startlinie gehen. Nützt ja alles nix, nass bist/wirst du ja sowieso.
Es ging zuerst ein paar km auf Asphalt los. Da merkte ich schon das dies ein guter Lauf werden könnte. Oft spürt man das ja schon bevor man startet. Nach ca. 3 Kilometern ging es das erste Mal berghoch. Insgesamt hatte der Lauf laut Ausschreibung 270 Höhenmeter. Ich war erstmal verwundert das es gar kein richtiger Weg war der in den Wald hineinführte, sondern über ein Feld. Dann ging es ca. 10km durch den Wald und das war eine riesengroße Herausforderung. Es war alles nass, teilweise sehr rutschig und man musste doch aufpassen wo man genau hintritt. Das war mein erster Lauf den ich unter solchen Bedingungen gelaufen bin. Ich sah eine gute Zeit schon davonlaufen!
Unterdessen war meine Frau mit unserer Ebony unterwegs und die machte neue Bekanntschaften;-)


Ich bekam während des Lauf ein immer besseres Gefühl für die Strecke und würde als Fazit sogar sagen das dies eine der wenigen Läufe war die richtig viel Spaß gemacht haben. So ein Waldlauf wird halt einfach nie langweilig.
Am Ende kam ich ins Ziel mit einer 1:32:40! Meine bisherige Bestzeit um ganze 2 Minuten verbessert auf einem nicht flachen Kurs. Da muss man sich mal vorstellen was möglich gewesen wäre bei einem flachen Kurs.
Dies reichte für einen 7. Platz insgesamt und einen 2. Platz in meiner Altersklasse. Die Siegerehrung sparte ich mir da wir alle komplett nass waren und nur noch nach Hause wollten.





Am Ende war dies ein sehr erfolgreicher Lauf und ich war mächtig Stolz auf mich. Einen Halbmarathon läuft man nicht einfach nur so, dafür ist schon jede Menge Training notwendig!
Jetzt sinds nicht mehr 3 Wochen bis zum Loch Ness Marathon und die Uhr tickt sozusagen. Das Datum rückt jetzt immer näher und die Spannung wird immer mehr.




PS:

Hiermit gebe ich bekannt das ich nicht nur beim Loch Ness Marathon laufen werde, sondern auch natürlich wieder in Frankfurt dabei bin. Damit laufe ich 2 Marathonrennen innerhalb von 5 Wochen. Dies ist eine extrem hohe Belastung und ich habe mir das schon letztes Jahr gut überlegt dies in diesem Jahr zu wagen. Mein bisheriger Trainingsplan ist auch schon auf den zweiten ausgerichtet. Gut das vorher keiner gemerkt hat das ich dort schon länger angemeldet bin, es bloß noch keinem gesagt habe;-)
Ich selber weiß jetzt noch nicht welchen von beiden ich langsamer laufen werde. Denke aber mal das ich beim Loch Ness Marathon etwas Tempo rausnehmen werde und dann in Frankfurt - auf einem flachen Kurs - nochmal alles geben werde. Ich freue mich besonders dort auf viele bekannte Gesichter!


Dienstag, 30. August 2016

Nur noch 4 Wochen bis #Lochness



Nur noch 4 Wochen bis zum großen Tag!

Jetzt sind es wirklich nur noch ein paar Wochen bis zum Marathon in Schottland und die Zeit vergeht wie im Flug. Viele Kilometer wurden schon abgespult, nicht immer wars einfach mal so locker und es waren auch einige Läufe dabei die richtig weh taten und mir sehr schwer fielen. Die Umstellung von 5 auf 6 Tage die Woche habe ich sehr gut verkraftet und das höhere Wochenpensum merkt natürlich auch mein Körper. Bisher kann ich aber nichts negatives sagen, eher nur positives. Meine Regeneration scheint besser zu sein als noch letztes Jahr. Nach den langen Läufen war ich körperlich am Ende der Woche immer ziemlich am Ende. Mittlerweile macht es mir nicht mehr so viel aus und ich kann danach noch sogar mit unserem Hund Spazieren gehen. Ich habe keinerlei Fuß-oder Beinprobleme. Hier und da zwickt es natürlich mal, aber das ist alles halb so wild.
Bisher läuft es im Trainingsplan sehr gut und dieses Wochenende kommt der nächste Schritt, der Halbmarathon in Florstadt!


Ich habe mich bewusst für diesen entschieden, da ich diesmal keinen "flachen" Lauf wollte. Insgesamt hat dieser Halbmarathon 300 Höhenmeter. Das Höhenprofil ist ähnlich dem Loch Ness Marathon. Ich selber bin doch sehr gespannt auf die Zeit die herauskommen wird. Ich persönlich denke nicht das es eine neue Bestzeit wird - besonders nicht bei den derzeitigen Temperaturen - aber unter 1:40 Stunden zu bleiben wäre ein großer Erfolg.
Größtenteils spielt dich der Lauf im Wald ab, was ich wiederum in letzter Zeit doch sehr häufig laufe und auch schätzen gelernt habe. Immer nur Asphalt ist auf Dauer einfach zu langweilig. Ich kann jedem nur raten ein bisschen Abwechslung in sein Lauftraining zu bringen und auch mal andere Strecken zu probieren. Es lohnt sich;-)

32km Crescendolauf letzten Sonntag

Einer der Läufe vor dem ich am meisten Angst hatte war letzten Sonntag. 32km sind normalerweise kein großes Problem und ich laufe diese langen Distanzen sehr gerne. Aber diese Distanz mit Tempo zu laufen ist eine andere Sache. So sah das dann am Ende aus:



Die ersten 10km bin ich mit einem Tempo von 5:30/km gelaufen, dann habe ich die weiteren 10km das Tempo auf 5:00/km gesteigert und der dritte Teil war dann bei ca. 4:45/km. Zu sehen gab es nicht viel, außer ein paar Alkoholleichen vom Stadtfest Aschaffenburg. Ich war das erste Mal seit Jahren nicht dort und habe es auch nicht vermisst. Ich denke es gibt besseres als sich zu besaufen. Somit bekam ich ein paar komische Blicke als ich frühs ab 5 Uhr mit meiner Stirnlampe startete.

Nur noch 4 Wochen bis Inverness/Loch Ness! Ich kann es wirklich kaum erwarten.