Mittwoch, 18. Januar 2017

Erschwerte Bedingungen, Erkältung und der letzte lange Lauf

Ich habe mir ja schon im Vorfeld zum Rodgau Ultramarathon gedacht das es teilweise schwer sein wird sich im Dezember und Januar ernsthaft auf so eine Veranstaltung vorzubereiten. Ich bin nicht der Typ der bei einem Anzeichen von schlechtem Wetter ein Training ausfallen lässt oder aufs Laufband auszuweichen. Zum Laufband: Gelaufen wird draußen, ein Laufband gibt einem nie das Laufgefühl das man in der Natur bekommt.
Jetzt kam es dazu das wir letzte Woche einen ordentlichen Wintereinbruch hatten. Auch das hat mich nicht davon abgehalten meine Laufschuhe anzuziehen und raus zu gehen. Ich finde es gar nicht so verkehrt mal im Schnee zu laufen da dies nochmal eine ganz andere Herausforderung ist. Es ist viel schwerer für die Beine den normalen Laufstil den man hat zu laufen. Tempoläufe sind zwar grundsätzlich schwerer, aber mit Spikes an den Schuhen ist auch dies kein Problem.
Ein weiterer Vorteil des Laufens im Winter ist, das man einfach mal Zeit hat tolle Bilder zu machen. Es gibt doch fast nichts schöneres als Winterlandschaften.





Mein vorletzter langer Lauf war leider alles andere als gut. Zum ersten Mal seitdem ich Laufe musste ich abbrechen und mich geschlagen geben. Magenprobleme machten es mir unmöglich den Lauf zu beenden. Ich bin erst noch ein paar Kilometer weitergelaufen, aber als ich merkte das diese nicht weggingen bin ich total erschöpft stehengeblieben. Zum Glück habe ich bei den langen Läufen immer mein Handy dabei und meine Frau konnte mich abholen. Ein paar Tage später zeigte sich auch der Grund des Ganzen. Eine dicke Erkältung erwischte mich mit voller Wucht!
Somit stand eine Laufpause an und vollständige Erholung. Jetzt so kurz vor Rodgau gehe ich kein Risiko mehr ein und lasse lieber eine Trainingseinheit mehr ausfallen als dann komplett auszufallen.




Es stand der letzte ganz lange Lauf an. Es ist der Hammer wie sich die Wahrnehmung für die Distanzen verändert hat während des Trainings für den Ultramarathon. Da gehören 20km zu den kürzeren Distanzen und sogar 30km ist noch machbar ohne einen Ruhetag einzulegen. Für den letzten Lauf über 40km habe ich mir was besonderes einfallen lassen. Rodgau ist ja ein Rundenlauf - also laufe ich auch Runden. Und zwar genau 8 Stück um meinen Wohnort je 5km. Nach den ersten 3 Runden dachte ich mir schon "Ohje", genau das wollte ich mal erfahren welches Gefühl das ist. Es ist mental sehr anstrengend und ich kann mir jetzt schon besser vorstellen wie das in Rodgau ablaufen wird. Ich will gar nicht wissen was manche Nachbarn gedacht haben währenddessen ich ständig vorbeigelaufen bin;-)
Eine Frau im Auto  - sehr assi - hielt neben mir mit der Kippe im Mund und sagte doch zu mir ich solle nicht zu viel laufen, sonst werde ich noch dünner. Da hätte ich kontern müssen mit "Wenn man viel raucht bekommt man Lungenkrebs". Ist mir aber in dem Moment nicht eingefallen. Wenn die wüsste....

Gestern lief ich nochmal 35km. So am Ende eines Trainingsblocks geht sowas auch eher zäh und ich habe drei Kreuze gemacht als ich dann wieder zuhause war. Während des Laufs habe ich dann festgestellt das meine Trinkflasche undicht ist und somit hatte ich dann auch etwas weniger Wasser mit mir dabei. Diese Salomon Trinkflaschen scheinen echt anfällig zu sein. Ich hatte bei diesem Lauf wunderbares Winterwetter. Genauso stelle ich mir einen Lauf im Winter vor. Knackig kalt, aber mit viel Sonne.


Teilweise musste man sehr aufpassen da es immer noch glatt ist. Der Schnee verschwindet jetzt immer mehr und mehr. Daher glaube ich das Rodgau auch schneefrei bleiben wird.


Jetzt stehen nur noch ein paar wenige Läufe an die nicht mehr wie 15km lang sein werden. Ein paar Fahrtspiele werde ich einbauen um mein Tempo für Rodgau zu üben. Ich habe mir zwar eine Zeit vorgenommen, bin aber auch nicht traurig wenn es etwas langsamer wird. Beim Ultralauf kommt es nicht unbedingt auf die Zeit an, die Distanz ist die Herausforderung:-)

Montag, 9. Januar 2017

Neues Jahr - viel vor! Das wird mein Jahr 2017

Nach meinem letzten Marathon habe ich mein nächstes Laufjahr geplant. Es ist nicht immer einfach alles unter einem Hut zu bekommen. Da ist die Familie die man nicht zu sehr nerven will mit seinen Laufabenteuern und die Arbeit. Daher ist es ganz schön wenn man seinen Urlaub mit Laufveranstaltungen verbinden kann und alle etwas davon haben (Und ich mich danach ausruhen kann).

Fest eingeplant ist natürlich der 50-km Lauf in Rodgau am 28.1.2017. Das erste Highlight in diesem Jahr. Diese Veranstaltung wird stark wetterabhängig, falls Schnee liegt kann ich da nicht meine Zeitvorstellungen laufen. Das musste ich letzte Woche bitter erfahren. Es ist schon eine große Kraftanstrengung im Schnee zu laufen! Da heißt die Devise: Ins Ziel kommen!

 Bild von my.raceresult.com

Als zweite große Veranstaltung laufe ich den Rennsteig-Supermarathon im Mai! Nicht nur müssen 72km gelaufen werden, sondern auch knapp 1900 Höhenmeter. Das wird die große Herausforderung da ich sonst eher flache Strecken laufe. Mich aber schon die letzten paar Monate auch an Strecken gewöhne die etwas höher hinaus gehen. Was halt hier so in der Nähe zu finden ist.
Mittlerweile laufe ich die Strecken mit Höhenmeter lieber als "nur" am Main wo alles flach ist. Die Strecken sind nicht langweilig und man muss etwas mehr konzentriert sein wenn man durchs Feld rennt.
Auch dort ist mein Ziel: Ankommen! Nicht mehr und auch nicht weniger! Die Zeit ist mir erstmal völlig egal und ich freue mich auf ein paar Tage im Thüringer Wald da ich in dieser Ecke noch nie war.



Ich denke danach werde ich etwas Pause benötigen um dann den Berlin-Marathon zu rocken. Da habe ich mir wirklich viel vorgenommen in diesem Jahr und ich bin gespannt zu was mein Körper nach den ganzen vorherigen Rennen noch in der Lage ist.
Einer der größten Marathonrennen überhaupt und auch sehr spektakulär mit einer Mega-Kulisse! Das verspreche ich mir von Berlin und ich freue mich jetzt schon drauf dort laufen zu können. Die Lotterie habe ich erfolgreich geschafft und ich gebe dort alles was geht. Der Kurs schreit förmlich nach einer neuen Bestzeit!
Übrigens, ich liebe dieses Video und es macht mir große Vorfreude auf diesen Lauf:



Das ein oder andere Extra wird es sicherlich noch geben. Ein paar 10km-Wettkämpfe und auch 1 oder 2 Halbmarathonrennen. Ich habe mich aber noch nicht entschieden wo ich diese laufen werde. Gerne wäre ich den Halbmarathon in Frankfurt gelaufen, aber mein Trainingsplan für den Rennsteig lässt so ein Lauf wahrscheinlich nicht zu. Da bevorzuge ich andere Strecken die eher dem Rennsteig ähneln.

Im Moment trainiere ich für Rodgau und es läuft soweit alles nach Plan. Gestern bei meinem vorletzten langen Lauf hatte ich Magenprobleme und habe meinen Lauf nach 28km abgebrochen. Wenig Schlaf und indisches Essen am Tag davor taten da wahrscheinlich ihr übriges;-)
Ansonsten läuft es sehr gut und ich bin wie immer guter Dinge das alles LÄUFT!

Freitag, 23. Dezember 2016

Mein Jahresrückblick Teil 2 - Erholung auf Teneriffa und der Durchstart in Loch Ness und Frankfurt

Hier ist nochmal der 1. Teil meines Jahresrückblicks zum nachlesen! Ich hoffe ihr habt bei dem folgenden 2. Teil genauso viel Spaß beim durchsehen der Bilder:-)
Nach dem Fail beim Würzburg Marathon ging es zur Erholung auf die Insel Teneriffa um neue Kraft zu tanken für die folgenden Aufgaben die anstanden: Den Marathon bei Loch Ness in Schottland und den Frankfurt Marathon, und das innerhalb eines Monats---> das Ergebnis könnt ihr euch hier anschauen!

Erholung auf Teneriffa
Läuferisch war Teneriffa eine Herausforderung, keine flachen Abschnitte---alles sehr hügelig, seitdem achte ich mehr auf die Höhenmeter bei Läufen! Wie es dort insgesamt war kann man hier nochmal nachlesen: Teneriffa Urlaub





Vorbereitung auf den Loch Ness Marathon läuft! Neue Bestzeiten im 10km Bereich und auf der Halbmarathonstrecke;-)

Zur Vorbereitung auf den Marathon in Schottland bin ich viele hügelige Strecken gelaufen mit einigen Höhenmetern. Ungewohnt, aber es hat eine Menge Spaß gemacht und macht es auch heute noch!
Die Aufregung steigt in Inverness zum Loch Ness Marathon
Schön wenn man einen Marathon nicht alleine starten muss, mit Marty in aller frühe kurz vor der Busfahrt zum Start
Was für ein geiler Lauf!
Mein Zieleinlauf, den Bericht dazu kann man hier nochmal nachlesen: Loch Ness Marathon




Der Abschied aus Schottland fällt schwer, was für ein tolles Land!

Es bleibt nicht viel Zeit zum ausruhen, 5 Wochen Zeit für den Frankfurt Marathon
Beim Frankfurt Marathon, Ergebnis: Eine neue Bestzeit! Wie geschafft? Einfach indem ich in Loch Ness etwas langsamer gelaufen bin und somit noch genug Kraft hatte;-) Hier ist der Bericht zum nachlesen: Frankfurt Marathon


Im Rückblick einfach ein perfektes Läuferjahr 2016! Verletzungsfrei geblieben und in allen Bereichen gesteigert! Besonders stolz bin ich auf die Leistung 2 Marathonrennen in 5 Wochen gelaufen zu sein. Und den 2. Marathon in einer neuen Bestzeit und fast 7 Minuten schneller als der vorherige. Somit habe ich meine Marathonbestzeit innerhalb von 2 Jahren auf eine ganze Stunde gesteigert.
Ich hoffe ihr haltet mir auch 2017 die Treue und vielleicht sieht man sich bei dem einen oder anderen Lauf! Meine Pläne fürs neue Jahr sind der 50km-Lauf in Rodgau Ende Januar, im Sommer dann der Rennsteig-Supermarathon und ein Marathon darf natürlich auch nicht fehlen. Den laufe ich in Berlin!

Ich wünsche allen ein schönes und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir lesen uns wieder im Jahre 2017:-)

Montag, 19. Dezember 2016

Mein Jahresrückblick Teil 1 - Von der Winterregeneration bis zum Hamburg Marathon

Es ist soweit - mein Jahresrückblick 2016! Was für ein grandioses Jahr, 3 Marathonrennen gelaufen, jeweils mit neuen Bestzeiten! Den Marathon in Loch Ness und in Frankfurt innerhalb eines Monats. Auch neue Bestzeiten gelaufen. Und das beste, ich bin verletzungsfrei geblieben! Einmal hatte ich ne entzündete Sehne und mal Probleme mit dem linken Fuß, das war aber nicht der Rede wert und hat mich nie beim Training beeinträchtigt. Der Tiefpunkt des Jahres war der 10km Lauf in Würzburg, da habe ich mich unwohl gefühlt und alles andere als fit! Gut das es danach direkt in den Urlaub auf Teneriffa ging. Mein Jahresrückblick - erzählt in Bildern.

Stabitraining, der negative Test der Epson Uhr und ich entdecke den Wald für mich

Erster WK 2016 - sehr kalt und Schneefall

2. WK, wieder eine neue Bestzeit, aber kein gelungenes Foto;-)
Gersprenzlauf Halbmarathon zum nachlesen

Die Vorbereitungen für den Hamburg Marathon laufen, gelaufen wird aber oft im Regen und selten bei schönem Wetter.

Der Twitterlauftreff gibt mir ne Menge Motivation

Der Hamburg Marathon - ein Wahnsinnslauf! Hier nochmal zum nachlesen




Meine Frau läuft neue Bestzeit über 10km nach langer Verletzungspause in München
Citylauf Aschaffenburg - wahrscheinlich 2017 ohne mich:-(
Zwar lachend, aber der Tiefpunkt des Läuferjahres 2016! Schlecht gefühlt, schlechter Lauf! Hier nochmal zum nachlesen
Weiter gehts nächste Woche mit dem 2. Teil - Erholung auf Teneriffa und 2 fulminante Marathons innerhalb eines Monats:-)

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Ultratraining - Jetzt wirds anstrengend



Letzten Sonntag war es mal wieder soweit! 40km standen auf dem Plan. Die Trainingswoche war nicht ganz so einfach, ein paar Tempoläufe die mir noch in den Beinen steckten gaben mir vorher das Gefühl nicht 100% fit zu sein.
Ich kam schwer in einen Rhythmus und habe ein paar Kilometer gebraucht bis ich mich gut fühlte. Ich habe diesmal ein kleines Experiment gewagt. In meinem Ultra-Laufplan steht das man erst ab dem 35. Kilometer Energie zu sich führen soll. Also habe ich das mal ausprobiert. Scheiße war das anstrengend. Ich bin es gewohnt jede 45 Minuten einen Riegel zu essen und das war dann doch sehr ungewohnt das nicht zu machen. Trotzdem will ich meinen Körper daran gewöhnen zumindest im Training ausdauernder zu werden und auch mit etwas weniger Riegel oder Gelpackungen auszukommen. Im Wettkampf ist das natürlich etwas ganz anderes. Da werde ich das trotzdem immer noch brauchen da man dort viel mehr Energie benötigt.


Meine Laufstrecke hatte Asphalt und Waldboden zu bieten. In dieser Sache fragte ich auf meiner neuen Facebookseite nach was ihr lieber bevorzugt! Der überwiegende Teil läuft wohl lieber im Wald. Ich muss sagen das ich beides gerne laufe, aber Asphalt etwas bevorzuge. Es kommt immer drauf an auf welchen Lauf man trainiert, wenn man für einen Straßenmarathon trainiert ist es sinnvoll mehr aus Asphalt zu trainieren als auf Waldboden. Meine neue Facebookseite kann man übrigens hier finden: Meine neue öffentliche Facebookseite
Hier sind ein paar Antworten auf meine Frage:


Die letzten 10km meines Laufs habe ich mich nur noch gequält. Zu meinem Glück kam mir auch noch Wind entgegen! Manchmal sind nicht die Wettkämpfe die schwierigsten Läufe - da ist man ja meistens topfit. Schwierig sind die Trainingsläufe wo man vorher schon etliche Kilometer in den Beinen hat, für sich alleine läuft und nur noch denkt man könnte jetzt auch aufhören. Da gehört viel Willen dazu solche Läufe dann zu Ende zu Laufen! Ich sah nur noch das Ende entgegen und danach war ich selber auf mich stolz das geschafft zu haben. Da war ich stolzer auf mich als einen Marathon zu finishen. Das ist wohl dieses Ultra-Training! Oft einfach über sich selber hinauszugehen, seine Grenzen zu testen. Mir gefällts:-)

Wo ist hier der Weg?

Diese Trainingswoche ist nochmal schwierig, einige Tempoläufe und Intervallläufe. Dafür ist nächste Woche wieder Regeneration angesagt und den nächsten 40'er gibt es erst wieder im Jahr 2017. 
Dies war mein letzter Trainingsbericht in diesem Jahr, ich hoffe ihr könnt alle die Weihnachtszeit stressfrei genießen und verbringt schöne Stunden mit eurer Familie.
Nächste Woche gibt es meinen Jahresrückblick! Bis dahin, bleibt gesund:-)